Spendearten
Die Vollblutspende »
Die Apheresespende »
Die Plasmapherese »
Die Thrombozytapherese »
Die Eigenblutspende »
Die Blutstammzellspende » (früher Knochenmarkspende)
Vollblutspende
Blut besteht aus Blutzellen und aus flüssigen Anteilen. Während einer normalen Blutspende wird das Vollblut in einen Beutel mit Konservierungslösung abgenommen. Daraus stellen wir ca. 2,5 dl Plasma und 2 dl konzentrierte rote Blutzellen her. 5 Vollblutspenden ergeben zusätzlich 1 Thrombozytenkonzentrat. Nach jeder Blutspende muss der Spender eine Pause von mindestens drei Monaten einhalten. Bei guter Gesundheit empfehlen wir Männern nicht mehr als viermal im Jahr und Frauen dreimal im Jahr Blut zu spenden.
Apheresespende
Mit einer Apheresespende kann gleich 2 - 3 Patienten geholfen werden. Das Blut wird während der Spende maschinell in seine Bestandteile getrennt (Thrombozyten und Plasma) und die nicht benötigten Blutbestandteile werden im gleichen Arbeitsgang dem Spender wieder zurückgegeben. Solche Spenden dauern ein bis zwei Stunden.
Plasmapherese
Das Plasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes und enthält unter anderem Stoffe, die für die Blutgerinnung wichtig sind. Plasma wird damit vorwiegend bei schweren Blutungen, nach Unfällen, Operationen oder bei Gerinnungsstörungen transfundiert. Bei der Plasmapherese werden 600 ml Plasma in ca. 45 Minuten gesammelt. Daraus werden bis zu 3 Plasmaprodukte hergestellt.
Voraussetzungen für die Plasmapherese-Spende:
- Guter Gesundheitszustand
- Gute Venen (wird in unserem Blutspendezentrum individuell abgeklärt)
- Mindestens einmal erfolgreich Vollblut gespendet
- Bereitschaft, einen Zeitaufwand von 45-60 Minuten in Kauf zu nehmen
Wie oft kann gespendet werden?
Plasmabestandteile werden viel schneller nachgebildet als rote Blutkörperchen, deshalb können Plasmaspenden häufiger durchgeführt werden als Vollspenden. Die Vorschriften des Blutspendedienstes SRK Schweiz erlauben bis zu 25 Spenden pro Jahr.
Thrombozytapherese
Thrombozyten sind verantwortlich für die Blutgerinnung und sind damit ein lebenswichtiger Bestandteil unseres Blutes. Sie werden häufig gebraucht bei Leukämietherapien, bei Chemotherapien in der Onkologie und bei grossen Operationen. Die Menge der gespendeten Thrombozyten ist von der Körpergrösse abhängig. Aus einer Spende werden 2 - 3 Thrombozytenkonzentrate hergestellt.
Voraussetzungen für die Thrombozytapherese-Spende:
Der Spendevorgang ist für den Spender und für das Blutspendezentrum aufwändiger als die Plasmapherese-Spende. Gute Voraussetzungen sind deshalb wertvoll.
- Guter Gesundheitszustand
- Gute Venen (wird in unserem Blutspendezentrum individuell abgeklärt)
- Mindestens einmal erfolgreich Vollblut gespendet
- Geeignete Hämoglobin- und Thrombozytenwerte im Blut
- Bereitschaft zu regelmässiger Spende von 1 bis 2 Stunden Dauer
Wie oft kann gespendet werden?
Blutplättchen werden viel schneller nachgebildet als rote Blutkörperchen, deshalb können Thrombozytenspenden häufiger durchgeführt werden als Vollblutspenden. Die Vorschriften des Blutspendedienstes SRK Schweiz erlauben bis zu 18 Spenden pro Jahr.
Eigenblutspende
Steht Ihnen eine Operation bevor? Sie haben die Möglichkeit, für sich selbst Blut zu spenden. Die Frage, ob eine Eigenblutspende sinnvoll ist, sollten Sie mit dem behandelnden Arzt rechtzeitig besprechen. Eigenblutspenden sind in unseren Blutspendezentren Bern » und Thun » möglich, oft auch im Spital, wo die geplante Operation stattfindet.
Blutstammzellspende
Stammzelltransplantationen werden vor allem bei den verschiedenen Formen der Leukämie eingesetzt, wenn andere Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben. Oftmals ist eine Transplantation für den Patienten die einzige Möglichkeit für eine vollständige Heilung. Nach Übertragung von Stammzellen eines Spenders siedeln sich diese Zellen im Knochenmark des Empfängers an und bilden neue Blutzellen. Voraussetzung für die Durchführung einer solchen Stammzell-Transplantation ist die nahezu vollständige Übereinstimmung der HLA-Gewebemerkmale von Empfänger und Spender, da sonst Abstossungsreaktionen ausgelöst werden. Für etwa ein Drittel der Patienten können HLA-identische Geschwister-Spender ermittelt werden. Für 60 bis 70 % der Patienten bleibt nur die Hoffnung, dass für sie ein geeigneter freiwilliger Spender gefunden wird. Bei der grossen Vielfalt der Gewebemerkmale in der Bevölkerung ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Merkmale übereinstimmen, jedoch sehr klein. Deshalb sind wir bestrebt, unseren Spenderpool laufend zu vergrössern und suchen Personen, die zu einer Blutstammzellspende bereit sind. Blutspende und Blutstammzellspende schliessen sich gegenseitig nicht aus. Jede Person im Alter von 18 bis und mit 55 Jahren, die sich als Blutspender eignet, kann sich als Blutstammzellspender registrieren » lassen. Einmal registriert, kann ein Spender bis zum 60. Lebensjahr Blutstammzellen spenden.




